Forschungsanwendungen
Typ-1-Diabetes (zugelassen — lebensnotwendig)
Insulin ist für das Überleben bei Typ-1-Diabetes unverzichtbar und bleibt unersetzlich. Die moderne Therapie verwendet multiple tägliche Injektionen oder die kontinuierliche subkutane Insulininfusion (Pumpentherapie).
Typ-2-Diabetes (zugelassen)
Eingesetzt wenn orale Antidiabetika und GLP-1RA keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreichen. Typischerweise wird zuerst Basalinsulin (Glargin, Detemir, Degludec) hinzugefügt, mit Bolusinsulin bei fortgeschrittener Erkrankung.
Smart-Insulin-Forschung
Glukose-responsive „Smart-Insulin"-Formulierungen, die ihre Aktivität automatisch an den Blutzuckerspiegel anpassen, befinden sich in der klinischen Entwicklung.
Closed-Loop-Kunstpankreas
Automatisierte Insulinabgabesysteme, die kontinuierliche Glukosemonitore mit Insulinpumpen koppeln, stellen die Spitze der Diabetestechnologie dar.
Wirkmechanismus
Insulin bindet an den Insulinrezeptor (IR), eine Rezeptortyrosinkinase, löst die Autophosphorylierung und Rekrutierung von IRS-Proteinen (IRS-1/2) aus. Dies aktiviert zwei Hauptwege: PI3K/Akt für metabolische Effekte (GLUT4-Translokation, Glykogensynthese, Lipogenese, Proteinsynthese) und Ras/MAPK für mitogene Effekte (Zellwachstum und -differenzierung). In Muskel- und Fettgewebe ermöglicht die Akt-vermittelte GLUT4-Translokation an die Zelloberfläche die Glukoseaufnahme — der primäre Mechanismus der Blutzuckersenkung.
Biologische Signalwege
IR/IRS/PI3K/Akt/GLUT4 für die Glukoseaufnahme. Akt/GSK-3β für die Glykogensynthese. Akt/mTOR/p70S6K für die Proteinsynthese. Akt/FOXO für die Gluconeogenese-Suppression. SREBP-1c für die Lipogenese. Ras/Raf/MEK/ERK für Zellwachstum.
Dosierungsinformationen
Berechnungsergebnisse
Spritzenfüllstand (100u Spritze)
Protokolle
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Alle Protokolle durchsuchenStabilität & Lagerung
Insulin muss vor dem Anbruch bei 2-8°C gelagert werden. Angebrochene Pens/Durchstechflaschen können bei Raumtemperatur (bis 30°C) für 28-42 Tage je nach Formulierung gelagert werden. Nicht einfrieren. Empfindlich gegen extreme Hitze und Schütteln. Moderne Analoga haben verbesserte Stabilitätsprofile. Insulin ist ein relativ empfindliches Protein, das sorgfältige Handhabung erfordert.
Nebenwirkungen & Vorsichtsmaßnahmen
Hypoglykämie ist das bedeutendste Risiko — schwere Hypoglykämie kann Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit und Tod verursachen. Gewichtszunahme (2-4 kg) ist bei Insulinbeginn häufig. Lipohypertrophie an Injektionsstellen bei wiederholter Injektion an derselben Stelle. Hypokaliämie durch insulinvermittelte Kaliumverschiebung. Seltene allergische Reaktionen. Insulinödeme bei Behandlungsbeginn. Periphere Ödeme.
Nur für Forschungszwecke. Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Forschungszwecken. Nicht als medizinischer Rat oder zur Selbstmedikation bestimmt.
Regulatorischer Status
Von der FDA zugelassen (multiple Formulierungen): schnell wirkend (Lispro, Aspart, Glulisin), regulär, intermediär (NPH), langwirkend (Glargin, Detemir, Degludec), ultra-langwirkend und vorgemischt. Weltweit verfügbar. Auf der WHO-Liste unentbehrlicher Arzneimittel. Von der WADA verboten, sofern nicht ärztlich verordnet bei diagnostiziertem Diabetes.
Forschungsstudien
The Discovery of Insulin
Banting FG, Best CH.
Insulin Signaling and the Regulation of Glucose Metabolism
Saltiel AR, Kahn CR.
Insulin: Understanding its Action in Health and Disease
Wilcox G.
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