Melanotan II molecular structure
Melanotan II molecular structure
Experimentell
❤️Sexuelle Gesundheit

Melanotan II

Auch bekannt als: MT-II, MT2, Melanotan 2, CUV-1647

MW

1024.18 Da

Formel

C50H69N15O9

CAS

121062-08-6

Verabreichungswege

2 Wege

Melanotan II (MT-II) ist ein synthetisches zyklisches Lactam-Analogon des Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH), entwickelt an der University of Arizona. Es ist ein nicht-selektiver Melanokortinrezeptor-Agonist, der MC1R (Pigmentierung), MC3R, MC4R (Sexualfunktion) und MC5R aktiviert und Hautbräunung, sexuelle Erregungssteigerung, Appetitunterdrückung und Fettmobilisierung bewirkt. Ursprünglich als UV-freies Bräunungsmittel entwickelt, führte die Entdeckung potenter prosexueller Effekte zur Entwicklung von PT-141 (Bremelanotid). Trotz fehlender Zulassung wird MT-II weltweit unreguliert für Bräunung und sexuelle Verbesserung verwendet.

Nur für ForschungszweckeNur für Bildungs- und Forschungszwecke

Forschungsanwendungen

UV-freie Bräunungsforschung — Melaninproduktion ohne UV-Exposition. Sexuelle Dysfunktion — Proof-of-Concept für PT-141, Wirksamkeit bei ED und weiblichen Erregungsstörungen. Adipositas — MC4R-vermittelte Appetitunterdrückung. Melanom-Prävention — pharmakologische Bräunung als Lichtschutz.

Wirkmechanismus

MC1R-Aktivierung stimuliert die Melanogenese über cAMP/PKA/CREB→MITF→Tyrosinase/TRP-1/TRP-2 und bewirkt Hauttönung. MC3R/MC4R-Aktivierung im Hypothalamus stimuliert sexuelles Verlangen über dopaminerge und oxytocinerge Signalwege. MC4R im Nucleus arcuatus unterdrückt den Appetit über POMC/α-MSH-Signalgebung. Hypothalamische MC4R-Aktivierung verstärkt die Lipolyse über β3-adrenerge Rezeptorstimulation.

Biologische Signalwege

cAMP/PKA/MITF-Melanogenese — MC1R→Gαs→Adenylatzyklase→cAMP→PKA→CREB→MITF→Tyrosinase. MC4R/POMC/α-MSH anorexigener Signalweg. Dopamin/Oxytocin — dualer sexueller Erregungsweg. p53/NER-DNA-Reparaturweg in Melanozyten.

Dosierungsinformationen

Typische Dosierungsbereiche für Forschungsanwendungen. Immer mit aktueller Literatur abgleichen.
Typische Dosis
500 mcg
Dosierungsbereich
250 - 1,000 mcg
Häufigkeit
Aufsättigung: täglich für 3–5 Tage; Erhaltung: 1–2 Mal wöchentlich
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Dosierungsberechnungsparameter
Fläschchengröße in Milligramm
Rekonstitutionsvolumen in Millilitern
Körpergewicht-Eingabe
Empfohlene Dosis pro kg
mcg/kg
Gewünschte Dosis-Eingabe
mcg

Berechnungsergebnisse

Konzentration
2.5 mg/ml
Dosisvolumen
0.1 ml0.100 ml
Insulinspritze
10 Einheiten
Dosen pro Fläschchen
2020 Dosen à 250 mcg

Spritzenfüllstand (100u Spritze)

05010010.0uEinheiten
0u10.0 / 100 Einheiten (10%)100u

Protokolle

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Stabilität & Lagerung

Weißes lyophilisiertes Pulver. Bei -20°C für Langzeitstabilität (18-24 Monate) oder bei 2-8°C bis zu 6 Monate lagern. Die zyklische Struktur bietet Proteaseresistenz. Mit bakteriostatischem Wasser rekonstituieren, bei 2-8°C lagern, innerhalb von 21-28 Tagen verwenden. Lichtempfindlich — vor längerer Lichtexposition schützen.

Nebenwirkungen & Vorsichtsmaßnahmen

Übelkeit (50-70%) — häufigster Nebeneffekt, dosisabhängig. Gesichtsrötung. Spontane Erektionen, selten Priapismus. Veränderung und Nachdunkelung von Muttermalen — ernstes Sicherheitsbedenken. Appetitunterdrückung. Müdigkeit und Schläfrigkeit. Ungleichmäßige Hyperpigmentierung. Potenzielles Melanomrisiko — das schwerwiegendste Sicherheitsbedenken.

Nur für Forschungszwecke. Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Forschungszwecken. Nicht als medizinischer Rat oder zur Selbstmedikation bestimmt.

Regulatorischer Status

Experimentell

Nicht von FDA, EMA, TGA oder anderen großen Regulierungsbehörden zugelassen. Zahlreiche öffentliche Gesundheitswarnungen ausgesprochen. Nicht zugelassene und unregulierte Substanz. Kann unter WADA-Kategorie S0 (nicht zugelassene Substanzen) fallen.

Forschungsstudien

Melanotan II: A Synthetic Analogue of α-MSH

Hadley ME, Haskell-Luevano C, et al.

Annals of the New York Academy of Sciences
1999
Quelle anzeigen

Melanotan II Clinical Trials for Tanning

Dorr RT, Lines R, Levine N, et al.

Life Sciences
1996
Quelle anzeigen

Melanocortin Peptides and Male Sexual Function

Wessells H, Fuciarelli K, Hansen J, et al.

International Journal of Impotence Research
1998
Quelle anzeigen

Health Risks Associated with Melanotan Products

Brennan R, Wells JG, Van Hout MC.

Journal of Substance Use
2014
Quelle anzeigen

α-MSH and Melanocortin Receptors in Melanogenesis

Garcia-Borron JC, Sanchez-Laorden BL, Jimenez-Cervantes C.

Pigment Cell Research
2005
Quelle anzeigen
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