Forschungsanwendungen
Erythropoetische Protoporphyrie (zugelassen)
Das Scenesse-Implantat reduziert Phototoxizitätsepisoden und ermöglicht eine erhöhte Sonnenexposition bei EPP-Patienten.
Photoprotektionsforschung
Untersucht zur Prävention von UV-induzierten Hautschäden und potenziell zur Hautkrebsprävention durch melaninbasierte Photoprotektion.
Vitiligo
Forschung, die Afamelanotid mit Schmalband-UVB-Therapie kombiniert, zeigt eine verbesserte Repigmentierung.
Wirkmechanismus
Afamelanotid aktiviert selektiv MC1R auf Melanozyten und stimuliert die Eumelaninsynthese über die cAMP/PKA/CREB/MITF/Tyrosinase-Kaskade. Eumelanin absorbiert UV-Strahlung und neutralisiert freie Radikale und gewährleistet so Photoprotektion. Die D-Phe-Substitution verhindert den DPP-4-Abbau und verlängert die Halbwertszeit auf ~30 Minuten (gegenüber Minuten für natives α-MSH).
Biologische Signalwege
MC1R/Gαs/cAMP/PKA/CREB/MITF für die Melanogenese. Tyrosinase/TRP-1/TRP-2 für die Eumelaninsynthese. p53-vermittelte DNA-Reparaturverstärkung in Melanozyten.
Dosierungsinformationen
Berechnungsergebnisse
Spritzenfüllstand (100u Spritze)
Protokolle
Noch keine Protokolle mit diesem Peptid verfügbar.
Alle Protokolle durchsuchenStabilität & Lagerung
Scenesse ist ein subkutanes Implantat (16 mg) mit verzögerter Freisetzung über ~60 Tage. Forschungsgradpulver bei -20°C lagern. Stabiler als natives α-MSH dank Nle/D-Phe-Substitutionen.
Nebenwirkungen & Vorsichtsmaßnahmen
Übelkeit (häufigstes Nebenwirkung), Hautdunklung (erwartet/erwünscht), Kopfschmerzen, Nasopharyngitis. Reaktionen an der Implantatstelle. Dunklung von Muttermalen — dermatologische Überwachung wird empfohlen.
Nur für Forschungszwecke. Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Forschungszwecken. Nicht als medizinischer Rat oder zur Selbstmedikation bestimmt.
Regulatorischer Status
Von der EMA als Scenesse (2014) für EPP zugelassen. Nicht von der FDA zugelassen (obwohl die FDA den Breakthrough-Therapy-Status gewährt hat). Verschreibungspflichtiges Medikament in Europa und Australien.
Forschungsstudien
Afamelanotide for Erythropoietic Protoporphyria
Langendonk JG, Balwani M, Anderson KE, et al.
Melanocortin 1 Receptor Agonists for Photoprotection
Abdel-Malek ZA, Scott MC, Furumura M, et al.
Häufig gestellte Fragen
Melanotan I (Afamelanotid) ist ein lineares 13-Aminosäuren-Analogon von α-MSH, das an der University of Arizona mit verbesserter MC1R-Selektivität und metabolischer Stabilität im Vergleich zum nativen Hormon entwickelt wurde. Die wesentlichen Modifikationen sind der Austausch von Methionin-4 durch Norleucin (Nle) und von Phenylalanin-7 durch D-Phenylalanin (D-Phe), was Resistenz gegen enzymatischen Abbau verleiht. Von der EMA als Scenesse (2014) zur Prävention der Phototoxizität bei Erwachsenen mit erythropoetischer Protoporphyrie (EPP) zugelassen, ist Afamelanotid das einzige zugelassene melanokortinbasierte Bräunungsmittel. Es stimuliert die Eumelaninproduktion ohne UV-Exposition und bietet Photoprotektion für Patienten mit extremer UV-Empfindlichkeit. Im Gegensatz zu Melanotan II ist Afamelanotid relativ selektiv für MC1R mit minimalen sexuellen Effekten oder Auswirkungen auf den Appetit.
Afamelanotid aktiviert selektiv MC1R auf Melanozyten und stimuliert die Eumelaninsynthese über die cAMP/PKA/CREB/MITF/Tyrosinase-Kaskade. Eumelanin absorbiert UV-Strahlung und neutralisiert freie Radikale und gewährleistet so Photoprotektion. Die D-Phe-Substitution verhindert den DPP-4-Abbau und verlängert die Halbwertszeit auf ~30 Minuten (gegenüber Minuten für natives α-MSH).
Erythropoetische Protoporphyrie (zugelassen) Das Scenesse-Implantat reduziert Phototoxizitätsepisoden und ermöglicht eine erhöhte Sonnenexposition bei EPP-Patienten. Photoprotektionsforschung Untersucht zur Prävention von UV-induzierten Hautschäden und potenziell zur Hautkrebsprävention durch melaninbasierte Photoprotektion. Vitiligo Forschung, die Afamelanotid mit Schmalband-UVB-Therapie kombiniert, zeigt eine verbesserte Repigmentierung.
MC1R/Gαs/cAMP/PKA/CREB/MITF für die Melanogenese. Tyrosinase/TRP-1/TRP-2 für die Eumelaninsynthese. p53-vermittelte DNA-Reparaturverstärkung in Melanozyten.
Übelkeit (häufigstes Nebenwirkung), Hautdunklung (erwartet/erwünscht), Kopfschmerzen, Nasopharyngitis. Reaktionen an der Implantatstelle. Dunklung von Muttermalen — dermatologische Überwachung wird empfohlen.
Scenesse ist ein subkutanes Implantat (16 mg) mit verzögerter Freisetzung über ~60 Tage. Forschungsgradpulver bei -20°C lagern. Stabiler als natives α-MSH dank Nle/D-Phe-Substitutionen.
Von der EMA als Scenesse (2014) für EPP zugelassen. Nicht von der FDA zugelassen (obwohl die FDA den Breakthrough-Therapy-Status gewährt hat). Verschreibungspflichtiges Medikament in Europa und Australien.
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