Zusammenfassung
Ein praktischer Forschungsleitfaden für TB4: Rekonstitution, Dosierung, Verabreichungswege, Zyklusstrategien, Lagerung, Qualitätskontrolle und Sicherheitsüberwachung.
TB4 wird als weißes lyophilisiertes Pulver geliefert, MW 4.921 Da, Reinheit ≥95 % (Forschungsqualität). Sequenz: Ac-SDKPDMAEIEKFDKSKLKKTETQEKNPLPSKETIEQEKQAGES, N-acetyliert.
## Rekonstitution
Fläschchen auf Raumtemperatur erwärmen lassen (15–20 Min.). Bakteriostatisches Wasser an der Flaschenwand entlang zugeben. 5 mg + 2,0 mL = 2,5 mg/mL. Sanft mit kreisenden Bewegungen schwenken; nicht schütteln. TB4 löst sich schnell auf (<1–2 Min.). Achtung auf Met6 — Oxidation zeigt Degradation an (per HPLC nachweisbar).
## Dosierungsprotokolle
Systemische Gewebereparatur:
- Ladephase (4–6 Wo.): 750 mcg – 2 mg SC 2×/Woche
- Erhaltungsphase (4–8 Wo.): 750 mcg – 2 mg 1×/Woche
Wundheilung — topisch: 5–50 mcg/Wunde oder 0,01–0,1 % Lösungen. Ophthalmologie (RGN-259): 0,1 % (1 mg/mL) 2×/Tag in die Augen. Muskuloskelettale Verletzungen: 2–5 mg 2×/Wo. 4–6 Wo.; bei Bedarf periläsionale Injektion 0,5–2 mg/Injektion.
## Verabreichungswege
SC (häufigster), IM, IP (Nager), topisch (Augen, Haut). SC-Volumen ≤1 mL/Stelle. Nadel 29–31 G für SC.
## Zyklusstrategien
Akute Verletzung: 8–12 Wo. Kurs (4–6 Wo. Laden + 4–6 Wo. Erhalt). Chronische Zustände: 8 Wo. on / 4 Wo. off. Keine Tachyphylaxie-Daten.
## Lagerung
Lyophilisiert: –20 °C (>24 Monate), 2–8 °C (~6 Monate). Nach Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser: 2–8 °C, ≤21 Tage. Ohne Konservierungsmittel: ≤48 h. Rekonstituierte Lösung nicht einfrieren. Vor Licht schützen.
## Qualitätskontrolle
MS: MW 4.921,5 ± 0,5 Da. HPLC: Reinheit ≥95 %. LAL: Endotoxine <0,5 EU/mg. N-terminale Acetylierung bestätigen. Met6-Oxidation überwachen.
## Kontraindikationen
Aktive Malignität oder proliferative Retinopathie (pro-angiogene Eigenschaften). WADA-Verbot für Sportler. Schwangerschaft/Stillzeit ausgeschlossen.

