Zusammenfassung
Ein praktischer Leitfaden für Forscher, die mit dem nativen MGF-Peptid arbeiten, der seine einzigartigen Stabilitätsherausforderungen, Rekonstitutionsanforderungen, intramuskuläre Verabreichungstechniken und experimentelle Designüberlegungen behandelt.
Die Arbeit mit nativem Mechano Growth Factor stellt einzigartige Herausforderungen dar, die ihn von den meisten anderen Forschungspeptiden unterscheiden. Seine extrem kurze Halbwertszeit im Serum, gemessen in Minuten statt Stunden, bedeutet, dass Standard-Peptidhandhabungspraktiken angepasst werden müssen, um sicherzustellen, dass die Verbindung das Zielgewebe in biologisch aktiver Form erreicht.
Die Rekonstitution von MGF erfordert besondere Sorgfalt aufgrund der Anfälligkeit des Peptids gegenüber Abbau. Mit einem lyophilisierten Fläschchen beginnen, das bei minus 20 Grad Celsius gelagert wurde, und es etwa 5 bis 10 Minuten lang auf Raumtemperatur äquilibrieren lassen. Da MGF in den meisten Protokollen unmittelbar nach der Rekonstitution verwendet wird, ist bakteriostatisches Wasser das Standard-Rekonstituierungsmedium. Für ein typisches 2-Milligramm-Fläschchen ergibt die Zugabe von 2 Milliliter bakteriostatischem Wasser eine Konzentration von 1000 Mikrogramm pro Milliliter.
Der entscheidende Unterschied zwischen der MGF-Verabreichung und der anderer Peptide ist die absolute Anforderung der intramuskulären Injektion direkt in den Zielmuskel. Subkutane Injektion von nativem MGF ist im Wesentlichen unwirksam, da das Peptid im subkutanen Gewebe und Blutkreislauf abgebaut wird, bevor es entferntes Muskelgewebe erreichen kann. In Nagetierforschungen beinhaltet dies eine Injektion in den Bauch des Zielmuskels, typischerweise den Tibialis anterior, Gastrocnemius oder Quadrizeps, unter Verwendung einer feinnadligen Spritze.
Die Forschungsdosierung von nativem MGF in veröffentlichten präklinischen Studien hat für Nagetiermodelle typischerweise zwischen 5 und 50 Mikrogramm pro Injektionsstelle gelegen.
Der Zeitpunkt der MGF-Verabreichung im Verhältnis zur Muskelbelastung oder -schädigung ist eine wichtige experimentelle Variable. In der natürlichen Physiologie der Muskelanpassung erreicht der MGF-mRNA-Ausdruck innerhalb der ersten Stunden nach der mechanischen Belastung seinen Höhepunkt und nimmt ab, bevor die IGF-1Ea-Expression ansteigt. Forscher, die die Rolle von MGF bei der Trainingsadaption untersuchen, verabreichen das Peptid typischerweise innerhalb von 1 bis 4 Stunden nach dem Training- oder mechanischen Belastungsprotokoll.
Die Lagerung von nativem MGF erfordert strikte Aufmerksamkeit auf das Temperaturmanagement. Das lyophilisierte Pulver sollte bei minus 20 Grad Celsius gelagert werden, wo es etwa 12 Monate stabil bleibt. Nach der Rekonstitution in bakteriostatischem Wasser sollte die Lösung idealerweise sofort verwendet werden.
Experimentelle Designüberlegungen für die MGF-Forschung sollten mehrere peptidspezifische Faktoren berücksichtigen. Erstens können, da MGF lokal in bestimmte Muskeln injiziert wird, kontralaterale Muskeln als interne Kontrollen dienen. Zweitens bedeutet die transiente Natur der MGF-Exposition, dass Ergebnismessungen angemessen zeitlich abgestimmt sein müssen. Die Satellitenzellaktivierung kann durch BrdU- oder EdU-Einbau 24 bis 48 Stunden nach der MGF-Verabreichung beurteilt werden, während Myofaser-Hypertrophie und -Regeneration längere Beobachtungszeiträume von 1 bis 4 Wochen erfordern.
